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Abteilung Stockschtzen - Unser Sport
Der Stock
Der Turnierstock besteht aus drei Teilen: Dem Stiel, dem Stockkrper und der Laufsohle. Die Stockkrper wiegen zwischen 2,73 kg (Schlerstock) und 3,83 kg und sind je nach Gewicht mit einem Kennbuchstaben versehen, welcher sichtbar am Stock angebracht sein muss (Typ: M, L, P oder E).
Gewichte der Stockkrper:
Stockkrper Typ M: 3,80 kg bis 3,83 kg
Stockkrper Typ L: 3,70 kg bis 3,73 kg
Stockkrper Typ P: 3,50 kg bis 3,53 kg
Schlerstock Typ E: 2,73 kg bis 2,78 kg
Im Winter werden auerhalb des Turnierbetriebs auch noch ltere Stockvarianten, insbesondere Holzstcke benutzt.
Die Laufsohlen gibt es als Sommer- und Winterlaufsohlen. Die Sommerlaufsohlen bestehen aus Kunststoff, die Winterlaufsohlen aus Gummi. Sie sind in verschiedenen Hrtegraden (Shores genannt) verfgbar, was zu unterschiedlichen Reibwerten auf dem Untergrund fhrt. Den unterschiedlichen Hrtegraden sind entsprechende Farben zugeordnet, um die Laufsohlen leicht identifizieren zu knnen. Am meisten Kraft bentigt der Spieler fr die besonders weiche blaue Laufsohle. Die Abstufung luft dann ber gelb, orange, grau, schwarz, grn und wei. Im Sommer gibt es noch eine leichte, rote Laufsohle mit einem besonderen Profil.
Die Daube
Im 19. Jahrhundert war das Eisschieen ein beliebter Zeitvertreib der Brauknechte. Jede Brauerei hatte betriebsbedingt einen oder mehrere "Brau-Weiher", diese garantierten bei Minusgraden hervorragende Eisschiess-Bedingungen. Die Brauknechte schnitten sich ihre Zielwrfel aus den dickeren Bodenbrettern der Holzfsser, den sogenannten Fassdauben. Das Ziel im Eisstocksport wird seither Daube genannt.

Der Durchmesser einer Daube betrgt 12 cm.
Die Spielflche
Im Winter wird auf Eis gespielt. Im Sommer spielt man meistens auf Asphalt, Beton oder in letzter Zeit auch immer hufiger auf Betonpflaster. Seit kurzem gibt es spezielle Teppiche im Handel. Bei den Abmessungen des Spielfelds gibt es kleine Unterschiede zwischen berdachten Anlagen und Anlagen ohne Dach. Der Abstand zwischen Abspielstelle und dem Mittelkreuz im Zielfeld betrgt in der Regel 24,5 m.
Mannschaftswettbewerb
Spielfeld fr Mannschaftswettbewerb
Spielfeld fr Mannschaftswettbewerb
Beim Mannschaftsspiel versuchen zwei Mannschaften die Stcke von der Abspielstelle aus mglichst nahe an die Daube zu spielen. Die Daube wird vor Beginn einer Kehre auf das Mittelkreuz gelegt. Wird die Daube durch eine nach den Regeln gltige Einwirkung in ihrer Lage innerhalb des Zielfeldes verndert, so verbleibt sie in dieser neuen Lage, die auch fr die Wertung magebend ist. [1] Sie wird auf das Mittelkreuz zurckgelegt, wenn sie auerhalb des Zielfeldes liegt.
Eine Mannschaft besteht normalerweise aus vier Spielern, wobei jeder Spieler pro Durchgang einen Versuch durchzufhren hat. Ziel ist es, einen Stock der eigenen Mannschaft in Bestlage (also nher zur Daube als der Gegner) zu bringen. Gewertet werden nur Stcke, die sich innerhalb des Zielfelds befinden.
Eine der beiden Mannschaften beginnt mit dem Spiel, indem sie versucht, durch die so genannte Ma einen ihrer Stcke in das Zielfeld zu spielen. Daraufhin spielt die gegnerische Mannschaft so lange, bis einer ihrer Stcke in Bestlage ist. Es drfen dabei durch die neuen Stcke die Positionen der schon im Zielfeld befindlichen Stcke gendert werden, kommt ein Stock dabei auerhalb des Zielfelds zum Stillstand, wird er entfernt.
Hat eine Mannschaft smtliche ihrer Stcke gespielt, ist der Gegner an der Reihe. Wenn beide Mannschaften mit all ihren Stcken gespielt haben, ist die Kehre zu Ende und die Mannschaft, deren Stock sich in Bestlage befindet, bekommt Stockpunkte. Fr den Stock in Bestlage gibt es drei Stockpunkte, fr jeden weiteren Stock der gleichen Mannschaft, der nher bei der Daube ist als der nchste Stock des Gegeners, gibt es weitere zwei Punkte. Erreichen oder berhren einer oder mehrere Stcke der Mannschaft, die einen Stock in Bestlage hat und an der Reihe ist, da der Gegner keine Stcke mehr zur Verfgung hat, das Feld nicht, so gibt es fr den ersten Stock drei Stockpunkte und fr alle weiteren zwei Punkte Abzug. Ein Spiel hat sechs Kehren, also Durchgnge. Das Anspiel wechselt mit jeder Kehre unabhngig vom Ausgang des letzten Durchgangs. Die Mannschaft mit der greren Anzahl von Stockpunkten erhlt zwei Gewinn- oder Spielpunkte, die andere keine. Bei einem Unentschieden bekommt jede Mannschaft einen Gewinnpunkt. Die Mannschaft mit den meisten Gewinnpunkten gewinnt das Turnier. Haben zwei Mannschaften die gleiche Zahl an Gewinnpunkten, so entscheidet der Quotient aus allen eigenen und gegnerischen Stockpunkten (die Stocknote).
Zielwettbewerb
Spielfeld fr Zielwettbewerb
Spielfeld fr Zielwettbewerb
Der Zielwettbewerb wird in 4 Durchgngen mit je 6 Versuchen ausgetragen. In jedem Durchgang knnen bis 60 Punkte erreicht werden. Fr die Gesamtwertung werden meist 2 Runden (= 2 x 4 Durchgnge) gespielt. Bei Meisterschaften spielen die bestplatzierten Spieler hufig noch in einem Finale weitere 1 bis 2 Runden um den Sieg. Der Zielbewerb wird sowohl als Einzelbewerb als auch als Mannschaftsbewerb ausgetragen. Beim Einzelbewerb spielt ein Spieler alle Durchgnge und wird einzeln gewertet. Beim Mannschaftsbewerb spielt jeden Durchgang ein anderer Spieler. Fr die Wertung werden die Ergebnisse der einzelnen Spieler zusammengezhlt.
1. Durchgang: Es werden 6 Versuche auf die mittleren Zielringe ausgefhrt, bei denen der Stock des Spielers mglichst nahe an das Mittelkreuz gebracht werden soll. Gewertet wird der jeweilige Ring, den der Stock erreicht. Die Ringe zhlen von auen nach innen: 2, 4, 6, 8 und 10 Punkte.
2. Durchgang: Es werden 6 Versuche auf einen Zielstock gespielt, der wechselweise in den markierten Kreisen A bis F aufgestellt wird. Bei den 6 Versuchen gilt es, den in den Kreisen aufgestellten Zielstock aus dem Zielfeld zu befrdern, wobei der Stock des Spielers im Zielfeld verbleiben soll. Abhngig von der Endlage der Stcke werden fr jeden Versuch 0, 2, 5 oder 10 Punkte vergeben.
3. Durchgang: Es werden je 3 Versuche ins linke und rechte hintere Ziel (Zielfragmente) ausgefhrt, bei denen der Stock des Spielers mglichst nahe an die Zentren der Ringe gebracht werden soll. Gewertet wird der jeweilige Ring, den der Stock erreicht. Die Ringe zhlen von auen nach innen: 2, 4, 6, 8 und 10 Punkte.
4. Durchgang: Es werden 6 Versuche auf einen Zielstock gespielt, der der Reihe nach in den markierten Kreisen A, B, G, H, E und F aufgestellt wird. Bei den Versuchen 1 und 2 gilt es den Zielstock so zu treffen, dass der Stock des Spielers mglichst nahe am Mittelkreuz zum Stehen kommt. Bei den Versuchen 3 und 4 gilt es, den Zielstock so zu treffen, dass dieser mglichst nahe am Mittelkreuz zum Stehen kommt. Bei den Versuchen 5 und 6 gilt es den Zielstock aus den Zielringen zu befrdern, wobei der Stock des Spielers in den Zielringen verbleiben muss, damit er gewertet wird. Gewertet wird bei den Versuchen 1 bis 4 der jeweilige Ring, den der Stock erreicht. Die Ringe zhlen von auen nach innen 2, 4, 6, 8 und 10 Punkte. Bei den Versuchen 5 und 6 werden 0, 5 oder 10 Punkte vergeben.
Weitenwettbewerb
Die Technik der Weitschtzen unterscheidet sich deutlich von der der beim Mannschaftsschieen, da hier nicht Genauigkeit bei Lnge und Richtung des Schusses, sondern eine mglichst starke Beschleunigung des Stockes notwendig ist.
Im Weitenwettbewerb versucht ein einzelner Spieler, seinen Stock mglichst weit zu schieen. Jeder Versuch ist wichtig, denn der Sportler hat im Wettbewerb nur fnf Versuche, von denen der Beste in die Wertung kommt. Diese mssen in einer trichterfrmigen Bahn abgegeben werden. Verlsst der Stock die Bahn, ist der Versuch nur bis zum Punkt des Verlassens gltig. Die Abmessungen der Bahn ndern sich je nach Jahreszeit. Die Sommerbahn auf Asphalt oder Betonpflaster ist etwas schmaler als die Winterbahn auf (Natur-) Eis. Der Trichter ist beliebig verlngerbar, was auch notwendig ist, wenn man bedenkt, dass der Weltrekord bei 566 m liegt. (erzielt von Manfred Zieglgruber, SV Unterneukirchen (D) auf dem Seeoner See).
Der Schtze steht bei der Schussabgabe in der Mitte des Halbkreises auf einer Standvorrichtung. Er hat bis zur 7-Meter-Linie Platz auszulaufen. Man knnte jetzt denken, dass man niemals sieben Meter dafr bentigt. Allerdings ist der Schwung und die kinetische Energie, die auf den Sportler einwirkt so gro, dass viele sogar noch mehr als diese sieben Meter bentigen wrden.
Alle Spieler benutzen den gleichen Stockkrper und die gleiche Laufsohle, drfen aber die eigenen Stiele verwenden. Durch das Summieren der Ergebnisse mehrerer Spieler von kann auch eine Mannschaftswertung erstellt werden.
Dieser Sport ist gerade auch fr Zuschauer recht interessant, da auch ein Laie sehr schnell entscheiden kann, ob der Versuch gelungen ist.
Es gibt nur zwei Mglichkeiten: Entweder er ist weiter als die anderen oder eben nicht.
Stockschtzen
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